bookmark_borderDer bewusste Wille: Die Macht des (eigenständigen) Denkens

Sich (seiner selbst) bewusst zu sein bringt willentliche Eigenmacht.

Davon, wie man tatsächlich schlank werden oder das Rauchen aufgeben kann. Oder – oder – oder…

Wir denken eigentlich den lieben langen Tag. Meistens läuft das Ganze nebenher, so lange man sich nicht bewusst darauf fokussiert, entweder einen gezielten (kontrollierten) Denkprozess zu forcieren oder aber eine bewusste „Ruhe im Kopf“, wie verschiedene Meditations- und Entspannungstechniken sie anstreben. In den bei weitem längsten Phasen des Tages, beschränkt sich das (automatische) Denken auf reflexhafte Funktion im Alltag. Wir reagieren und agieren in festen Aktions- und Reaktionsmustern, eine Art (eher intuitiver) Autopilot, der dem Umstand geschuldet ist, dass das „System Mensch“ den Energieverbrauch möglichst effizient reguliert.

In der Kognitionspsychologie wird zwischen analytischem und analogem Denken unterschieden. Ersteres erfordert deutlich mehr Aufwand, weil es eine bewusste Aufschlüsselung – und daraus resultierend Bewertung – von Inhalten und Sachverhalten vornimmt. Analoges Denken hingegen erfolgt assoziativ und spontan. Es wird auf verinnerliche Bewertungen und narrative Konnotationen zurückgegriffen, was es ermöglicht, eine Art intuitives Erfassen eines komplexen Inhaltes oder Geschehens vorzunehmen, ohne dessen einzelne Komponenten bewusst aufzuschlüsseln. Dass das Ergebnis dieses Denk- bzw. Bewertungsprozesses deutlich anfällig ist für Fremdbestimmtheit dürfte einleuchten. Schließlich wird in diesem Falle auf quasi gedankliche Bausteine zurückgegriffen, die nicht zwingend die eigenen sind, sondern im soziokulturellen Kontext vermittelt und verinnerlicht wurden. Ich würde daher dringend davon abraten, sich bei relevanten Bewertungsprozessen und Entscheidungsfindungen, auf diese Art vorwiegend intuitiv-assoziativ und damit vorrangig affektiv gesteuerte Denkweise zu verlassen. Diese führt nämlich recht schnell dazu, dass man blindlings Werten, Ideen und Prämissen folgt, die nicht zwingend etwas mit einem selbst zu tun haben müssen. Auf solche Weise entfremdet man sich sich selbst.

Die Crux ist nun, dass auch eine bewusste, analytische Aufschlüsselung, einen nicht zwingend vor Problemen bewahrt, weil sie in der Regel dem unterliegt, was das Individuum als „vernünftig“ ansieht. Unter dieser Prämisse erfolgt die gesamte Analyse und „vernünftige Bewertung“ eines Inhaltes / eines Sachverhaltes. Doch was ist Vernunft? Definiert wird Vernunft als Erkenntnisfähigkeit. Eine Aussage, die ähnlich sinnvoll ist, wie die, dass der Himmel blau ist. Ja, ist er. Er kann jedoch auch grau erscheinen. Beides ist wahr. Beides ist Erkenntnis. Erkenntnis als solche ist variabel, je nach dem, wie die Umgebung wahrgenommen wird. Zusätzlich spielen noch latente Gefühlsregungen eine gewichtige Rolle. Gedanken über den eigenen Tod z. B., sind verbunden mit inneren Regungen, die die Bewertung dieses Ereignisses beeinträchtigen werden.

Ein Mensch, der darüber nachdenkt sich das Leben zu nehmen, wird eine andere (rationale und emotionale) Position dazu einnehmen, als jemand, der schwer erkrankt ist und unbedingt überleben will. An dieser Stelle kommt der nächste und mächtigste Einflussfaktor ins Spiel, die persönliche Zielsetzung (der individuelle Wille). Hieraus ergibt sich ein Dreigestirn, das im Wesentlichen wirkt, wenn Bewertungen bewusst vorgenommen werden. Dieses besteht aus vermeintlicher Vernunft, individuell wahrgenommenen und interpretierten Umgebungsvariablen, und der persönlichen Zielsetzung, respektive dem persönlichen Willen, der die beiden anderen Komponenten (Vernunft u. Wahrnehmung / Interpretation der Umgebung) maßgeblich beeinflusst.

Das bedeutet, dass im Grunde die persönliche Zielsetzung bestimmt, was als vernünftig anzusehen ist und wie die Umgebung wahrgenommen und bewertet, bzw. interpretiert wird. Was oberflächlich betrachtet auch durchaus logisch erscheint. Eine bestimmte Zielsetzung erfordert zielgerichtetes Verhalten, also ist es sinnig, die Umgebung daraufhin zu überprüfen, inwieweit sie der Zielsetzung entgegen kommt. Man sucht also nach bestätigenden Faktoren für diese Zielsetzung und „vernünftig“ ist es in diesem Kontext, sich rein auf diese zu konzentrieren. Diese Art Vernunft führt indes direkt in den Tunnelblick, der wiederum, auf Bestätigung fokussiert und damit kaum bis keinerlei Widersprüche mehr wahrnehmen wollend, Erkenntnisspielraum reduziert, und per definitionem in Unvernunft münden muss; alias Verluste in der Erkenntnisfähigkeit. An diesem Punkt sitzt man dann gedanklich und damit auch emotional in der Falle. Denn Affekte (emotionale Regungen) sind an Gedanken und Vorstellungen gekoppelt. Im Übrigen der Pferdefuß, an dem der Intellektualismus scheitert, der eine rein rationale Herangehensweise für möglich und optimal erachtet.

Um sich aus einer Falle wieder befreien zu können, muss man sie erst einmal als solche erkennen und (für) wahr[an]nehmen können. Um das Ganze zu verdeutlichen, nehmen wir einmal das Beispiel eines übergewichtigen Menschen, der unbedingt abnehmen, bzw. schlank werden will. Das ist sein Wille. Sein erklärtes Primärziel. Nun wird es Menschen geben, die einen sogenannten „eisernen Willen“ haben und es schaffen werden, schlank zu werden und es auch zu bleiben. Wenn man einen solchen Menschen fragen wird, wie er das bewerkstelligt hat, wird die Antwort höchstwahrscheinlich lauten, dass er alle Kräfte darauf fokussiert und sich entsprechend verhalten hat. Will heißen, Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und mentale Kontrolle, respektive konsequente Unterdrückung diverser Gelüste. Anders: Eisernes Durchhalten / willentlicher Kraftaufwand, bzw. Disziplin und zwar kontinuierlich, denn schlank bleibt man nicht von alleine. Schon gar nicht, wenn man genetisch bedingt zur Fülle neigt oder schlichtweg gerne isst. Noch anders, wo ein (tatsächlich eigenmächtig gegebener) Wille ist, da ist auch ein Weg. Die schlechte Nachricht, diese Menschen sind in der Minderzahl – und zwar eindeutig.

Der weitaus überwiegende Teil der abnehmwilligen Klientel, besteht aus Personen, die entweder bereits an der reinen Gewichtsreduktion scheitern oder aber, wenn sie es unter großen Mühen schafften abzunehmen, dem sogenannten Jo-Jo-Effekt erliegen. Was bedeutet, sie nehmen nach erfolgreicher Verringerung ihrer Körpermasse wieder zu und zwar häufig noch um einige Kilos mehr, als sie abgenommen haben. Sie werden also, wider ihres erklärten Willens, langfristig immer fülliger statt schlanker. Dies wird in der Regel mit vielfältigen Gründen belegt, die der Diätindustrie Tür und Tor öffnen. Versprechungen davon, schlank zu werden und zu bleiben, ganz ohne Hungern oder den lästigen Sport. Schlank durch gezieltes Schlafen, Ernährungsumstellung für langfristigen Erfolg, natürlich ohne zu verzichten. Das alleine ist, betrachtet man es unter rationalen Gesichtspunkten, schlicht ein Witz. Denn, verzichten muss man, wenn die Leibesfülle durch ein Übermaß an hochkalorischen Lebensmitteln entstanden ist – und das ist sie in den allermeisten Fällen – exakt auf dieses Übermaß davon. Kurzum, wer jeden Abend vor dem Fernseher seinen Gelüsten nach Chips und Schokolade frönte oder sich viel von Fast Food ernährte, der muss darauf verzichten; ganz gleich was irgendwelche Werbefachleute auch immer behaupten mögen.

Nüchtern betrachtet ist das eine Schlussfolgerung / Erkenntnis zu der jeder Mensch mühelos fähig ist. Vernünftig also, das als gesetzt anzusehen und einer Verlautbarung, die das Gegenteil behauptet, unverzüglich zu misstrauen. Indes, diesen fulminanten und zutiefst unvernünftigen, weil rational erkennbar unmöglichen Versprechungen, wird all zu oft geglaubt statt misstraut. Warum ist das so? Naheliegend die Annahme, dass das geschieht, weil der Betreffende sich wünscht, dass es funktionieren würde. Dass es möglich wäre, mit nur wenig oder gar keiner Kasteiung, das angestrebte Ziel quasi mühelos zu erreichen. Denn dass die bisher aufgewandte Mühe nicht zum angestrebten Erfolgt führt, zumindest nicht dauerhaft, diese Erfahrung und damit persönliche Erkenntnis, wurde bereits, mitunter mehrfach, erlangt und bestätigt. Der „eigene Wille“ ist einfach zu schwach.

Man könnte das umformulieren, in die Aussage, dann willst du es im Grunde gar nicht. Sollte man das tun, darf man sich jedoch auf die geballte Ladung Unmut und erbitterten Widerstand gefasst machen. Natürlich will derjenige abnehmen! Schließlich hat er schon fast alles versucht! Sich gequält und womöglich viel Geld investiert. Hinzu kommen diverse physische und / oder psychische Krankheiten, Stress, Trauer um XY, die Lebensumstände allgemein, weil und überhaupt, und so weiter, und so fort. Eine Unverschämtheit, zu unterstellen, dass er / sie schlichtweg nicht wollen würde!

Gut, nun könnte man das spezifizieren, indem man sagen würde, du willst eben lieber (im Sinne von dringlicher), so viel essen wie bisher, also zu viel um schlank zu werden und zu bleiben, und darüber hinaus auch noch das, was du magst, seien es auch Fast Food, Schokolade und Chips. Du willst vorzugsweise eine ruhige Freizeit genießen, als dich zum Sport zu zwingen, um schlank zu werden. Was den nächsten Sturm der Empörung auslösen könnte, jedoch nichtsdestotrotz den Tatsachen entsprechen würde. Die schlanke Linie steht eben nicht ganz oben in des Eigenwillens Hierarchie und genau deshalb ist der Wille zum Schlanksein schwächer, als der, der sich den präferierten Umständen zuwendet. Der Wille zum Verzehr der Lieblingslebensmittel und zur gemütlichen Freizeit, vielleicht mit einem guten Buch, ist einfach stärker ausgeprägt, als der zum Verzicht und der gesteigerten körperlichen Aktivität. Nicht die eigentliche Willenskraft des Betreffenden ist zu schwach, sondern wird durch unbewusste Faktoren fragmentiert und schlussendlich demontiert.

Wir haben hier keinen per se willensschwachen Menschen vor uns, sondern lediglich einen, der dadurch, dass er seinen eigenen Willen nicht bewusst erfasst und damit auch nicht zielgerichtet lenken kann, seine eigene Zielsetzung boykottiert. Die Falle, in der er sich verfing und die ich weiter oben bereits angesprochen habe, besteht nun aus dem Tunnelblick, fokussiert auf Diäten und das Abnehmen, wohingegen der Hinweis, woran es tatsächlich scheitern könnte, als unerhörte Unverschämtheit klassifiziert und damit reflexartig abgelehnt wird. Dieser Reflex ist im Übrigen aus dem wissenschaftlichen Umfeld bekannt und nennt sich Semmelweis-Reflex. Die abrupte Ablehnung dessen, was einer etablierten und fest verankerten Überzeugung zuwider läuft, weil dieser Widerspruch unwillkürlich als Affront klassifiziert wird. Vernünftig ist das nicht, selbst wenn der Betreffende noch so sehr davon überzeugt sein mag, doch ehrlich alles versucht zu haben.

Ergo sitzt er nun nicht nur in einer gedanklichen Falle, seinen Willen betreffend, sondern auch in der emotionalen Tretmühle der Empörung, sieht er sich in seinem Bemühen vermeintlich nicht gewürdigt. Was die Aussage, dass er im Grunde gar nicht das wollen würde, was er annimmt als sein dringlichstes Ziel definiert zu haben, von seiner Warte aus beinhaltet. Um aus besagter Falle aussteigen zu können, ist es zumindest nötig, dass derjenige es überhaupt wagt, in Erwägung zu ziehen, dass er gar nicht schlank sein will. Oder aber, besagter Wunsch nicht stark genug ausgeprägt ist, um als oberste Priorität die innere Agenda zu dominierten. Aber, wie kann das sein, beschäftigt sich dieser Mensch doch stets und ständig mit Diäten und diversen Versprechen, die ihn doch noch dorthin bringen könnten? Dorthin, wo er seines Erlebens nach so dringend hin will, dass er sogar vollkommen hanebüchenen Versprechen aufsitzt, so lange sie Erfolg ohne Mühe und somit wenig nötige Willensstärke in Aussicht stellen? Warum ist das alles reine Unvernunft, also das Verkennen (nicht Erkennen) eines Umstandes?

Weil Willensstärke nicht mühsam ist! Im Gegenteil, ist ein tatsächlich gebündelter und fokussierter Wille, der Zustand, in dem alles am Wenigsten mühsam ist, weil alles im Inneren in eine Richtung strebt – und zwar ohne Zaudern, Zögern, Hadern oder Zweifeln. Das hauptsächlich Quälende an einem Verzicht, ist nicht der Verzicht als solches, sondern die Beschäftigung mit dem vermeintlich entstandenem Mangel. Das Zweifeln, Zögern, Zaudern und Hadern – der geballte innere Widerstand, gegen etwas, das man zwar für vernünftig hält, im Grunde aber gar nicht will. Jedenfalls nicht vorrangig.

Das Empfinden, sich selbst etwas wegnehmen oder verbieten zu wollen, wogegen ganze Teile des inneren Selbst auf die Barrikaden gehen. Man denkt den ganzen Tag ans Essen, beispielsweise, und hadert fortgesetzt mit sich, ob man nun etwas isst oder nicht. Ein überaus kraftraubender, anstrengender und zermürbender Zustand, der schlussendlich ziemlich sicher bei etwas Essbarem endet, was dann als regelrecht erlösend empfunden wird. Womit sich das Problem nochmals verschärft, weil man sich damit darauf konditioniert, dass das Essen die Qual flugs beenden wird und sich extrem gut anfühlt. Kurz, es wird zur mentalen Ultima Ratio, von uns selbst anerzogen. Bei der Frage, ob man nun nicht doch noch eine Zigarette rauchen soll, verhält es sich ähnlich. Oder bei der, ob das x’te Paar Schuhe wirklich noch sein muss? Oder das so und so vielte Glas Wein für den Tag? Man konditioniert sich in der eigenen Tretmühle, indem man sich immer wieder „Erlösung“ verschafft, hat man lange genug mit sich gerungen und hält es nicht mehr aus. So überzeugt man sich nachhaltig von der eigenen „Willensschwäche“, fühlt sich immer mehr ohnmächtig und ausgeliefert. Und versucht schließlich, das eigene, kontinuierlich als solches erlebte „Versagen“ zu begründen.

Es geht einem ohnehin bereits nicht gut, man quält sich mit diesen ganzen vernünftigen Entscheidungen herum, die besagen, dass Übergewicht (das Rauchen, der übermäßige Alkoholkonsum, das ausufernde Frustkaufen u. ä. m.) einem schaden, aber, das Leben macht doch ohne all das gar keinen Spaß mehr. Womit soll man sich denn sonst trösten? Nun sind wir endlich beim Kern der Sache. Dem eigentlichen Willen, bzw. der eigentlichen Intention, dem absoluten Primärziel solcher Verhaltensweisen, die einem zwar Schaden zufügen können, die man sich jedoch dennoch – wider aller Vernunft – gönnt, weil man nämlich sonst völlig untröstlich wäre. Die Konnotation all dieser Verhaltensweisen ist das überaus tröstliche „sich etwas Gutes zu gönnen“.

Dumm nur, dass die Ratio das „Gute“ als das „Schädliche“ erkennt und einem damit den Genuss verdirbt, so dass man noch so viel essen, trinken, kaufen, rauchen etc. kann; es erfüllt nicht mehr seinen Zweck. Bzw. nur noch in geringem Maße, während einen im Gegenzug das schlechte Gewissen geißelt, sich selbst mal wieder Schaden zuzufügen. Aber davon lassen will man auch nicht, sonst hat man ja gar nichts mehr; so meint eine starke Stimme im Inneren.

Weiter geht es im zweiten Teil.

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bookmark_borderPsychische Erkrankung: Krise als Chance – Angehörige

Psychische Erkrankung: Was Sie als Angehöriger für den psychisch Erkrankten und sich selber tun können.

Aufbauend auf diesen Artikel, möchte ich mich an dieser Stelle damit beschäftigen, wie ein Umgang miteinander aussehen könnte, der zum Einen den psychisch Erkrankten bestmöglich unterstützt, zum Anderen jedoch, was mindestens von gleichwertiger Wichtigkeit ist, den helfenden Angehörigen vor Kollateralschäden bewahren kann. Besagte Schäden treten häufig im Zusammenhang damit auf, dass der helfen wollende Angehörige sich überfordert, im Bestreben alles richtig und bestmöglich zu machen.

Daher hier der in meinen Augen wichtigste Punkt, im Umgang mit einem psychisch erkrankten Angehörigen:

Machen Sie sich bewusst, dass Sie ausschließlich dann in der Lage sind effektiv zu helfen, wenn Sie selbst die Ressourcen dazu in sich vorfinden! Anders ausgedrückt, je besser es Ihnen selbst geht, um so wirksamer können Sie unterstützend wirken. Je mehr Sie für sich selbst tun, um so mehr können Sie auch (weiter)geben. Das bedeutet schlussendlich, dass, je besser Ihre Selbstfürsorge ist, es auch die Fürsorge für Ihre(n) Angehörigen sein wird. Das ist also etwas vom Besten, was Sie für Ihren Angehörigen tun können – eine möglichst intensive, stabil etablierte Selbstfürsorge. Machen Sie sich stark. Dann sind Sie auch eine starke Schulter für Ihren Angehörigen. Machen sie sich stabil, damit werden Sie tragfähig und können „mit tragen“.

Verabschieden Sie sich von Dogma der Aufopferung, das leider noch immer all zu oft als moralischer Maßstab propagiert und eben so oft missverstanden wird. Füreinander da zu sein und einzustehen, das bedeutet keinesfalls, sich selber zu vergessen! Das genaue Gegenteil ist der Fall. Diese Einsicht oder auch Anpassung der Perspektive, ermöglicht den Blick auf das, was als große Chance in einer solchen Erkrankung (und damit idR Krise) enthalten ist. Die darin liegende Möglichkeit über das Bisherige (Selbst) hinaus zu wachsen. Sie, als Angehöriger, können, so Sie quasi „voraus gehen“, Ihr eigenes Sein revolutionieren.

Sie können, indem Sie sozusagen sich selbst therapieren / stärken, als gutes Beispiel für Ihren Angehörigen dienen – und zwar weitgehend ohne mit dem Zeigefinger zu wedeln, bzw. zu erzieherisch anmutenden Maßnahmen greifen zu müssen. Indem Ihr Angehöriger sieht, dass das, was Sie für sich tun, Ihnen hilft (und es Ihnen damit gut geht), entsteht in ihm ganz von alleine der Wunsch, gleiches auch für sich selbst zu erreichen. Er wird Ihnen von alleine folgen (wollen) und damit das tun, was jegliches auf ihn Eindringen nicht zu erreichen vermag; die Hoffnung auf und die Sehnsucht nach Verbesserung (seiner Lebensqualität). In ihm wird ein intrinsischer (aus ihm selbst heraus motivierter) Antrieb entstehen, welcher einem extrinsischen (von außen erzeugtem) weit überlegen ist. Zusätzlich dazu noch der Umstand, dass Sie sich nicht als Antreiber abarbeiten und somit in eine Rolle geraten, die Sie auf lange Sicht ausbrennen wird, wenn Sie auf Widerstand treffen. Was nicht unwahrscheinlich ist, ganz besonders dann, wenn der Betroffene sich bevormundet oder unter Druck gesetzt erleben sollte.

Hinzu kommt, dass sie selbst idealerweise den Erkrankten nicht mehr als Last, sondern als Grund und Motivation ansehen können, sich weiterhin für sich selbst einzusetzen. Das kehrt die Perspektive um und verwandelt Vorwürflichkeit in Dankbarkeit. Sie müssen sich nicht „aufopfern“, sondern haben nun endlich einen wirklich guten Grund, sich um sich selbst zu bemühen. Wenn sie es schon nicht (rein) für sich tun, dann doch für Ihre(n) kranken Angehörigen! Wenn es Ihnen dann noch gelingt, diese Dankbarkeit in konstruktiver Form an besagten Angehörigen zu übermitteln, stärken Sie sein Selbstwertgefühl. Etwas wahrlich Gutes, was Sie in seiner Lage für ihn tun können!

Hierbei ist es nötig, dass Sie selbst Ihren Willen und ihre Gründe definieren, damit sie diese verständlich kommunizieren können. Indem Sie über sich selbst Klarheit gewinnen, Ihre Ziele, Wünsche und Bedürfnisse in sich selbst erfassen, können Sie willentlich entscheiden, wohin für Sie die Reise gehen soll, auf der Sie sich wünschen, Ihren Angehörigen zu animieren, Sie zu begleiten. So, wie Sie ihn auf der Seinen zu begleiten wünschen. Die Reiserouten müssen dabei nicht zwingend synchron verlaufen, auch das Tempo der gewählten Vehikel (konkrete Tätigkeiten und Verhaltensweisen) kann variieren. Wichtig ist einzig, dass ein gemeinsames Ziel definiert und ins Auge gefasst wird.

Offenheit, Loyalität und Augenhöhe sind in solchem Kontext gefragt. (Vergessen Sie nie, dass eine psychische Erkrankung einen Menschen nicht per se zum Mündel werden lässt!) Ebenso wie eine Kommunikation, die in erster Linie von Ihnen selbst erzählt und dem Erkrankten Raum bietet, sein eigenes Erleben darzulegen und sich darin von Ihnen angenommen und respektiert zu empfinden. Sie können sich das Ganze ein wenig wie das Drehbuch eines Abenteuerfilms vorstellen. Sie, als Protagonist, leben mit Ihren Angehörigen ein ruhiges Dasein, das, geprägt von Routinen, für Sie soweit in Ordnung ist. Und dann fällt eine zerstörerische Macht in Ihr gemeinsames Leben ein und Sie sehen sich gezwungen, sich zu entscheiden. Sie selbst bestimmen, was Sie nun tun wollen. Ob Sie das Feld räumen und womöglich einen Angehörigen zurücklassen (auf Distanz zum Betreffenden gehen, bis hin zu Trennung und Kontaktabbruch) oder sich entschließen, sich der Herausforderung zu stellen und zusammen um das gemeinsame Da-Sein zu kämpfen. Ein Entschluss Ihrerseits, den Sie Ihrem Angehörigen auch unmissverständlich mitteilen sollten.

Besagte Herausforderung bedeutet in erster Linie das, was ich bereits zum Thema Selbstfürsorge darlegte. Denn die eigentliche Arbeit besteht nicht im Umgang mit dem erkrankten Angehörigen (den übernehmen im besten Falle Fachleute, was sein Leiden betrifft), sondern darin, sich selbst in die Lage zu versetzen, den eigenen Alltag weiterhin bestreiten zu können und das eigene Leben lebenswert zu gestalten. Und das, obwohl man um das Leiden des Angehörigen weiß, es miterlebt und versucht es zu lindern. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Im Wesentlichen Kern heißt das, mit einem der am schwersten zu ertragenden Gefühle überhaupt, umgehen zu lernen; Hilflosigkeit.

Womöglich noch im Verbund mit Frustration / Enttäuschung oder auch Zorn, der aus diesem Erleben womöglich resultiert. Sie selbst müssen das erlernen, was auch der Erkrankte erlernen muss. Die eigene Gefühlswelt zu regulieren, für sich selbst einzustehen, sich Raum zu nehmen oder sich bei Bedarf abzugrenzen. Im Grunde tun Sie damit das, was Sie sich vom Erkrankten wünschen. Sie lernen sich selbst besser kennen, sich und Ihre Bedürfnisse erfassen und respektieren, sich nicht für diese zu verurteilen und bewusst und willentlich Kompromisse schließen. Womit sich am Ende Ihre Lebensqualität deutlich wird verbessern lassen.

Das ist, im Idealfall, Ihre Chance, zu wachsen an und in der Krise, in der Sie Seite an Seite mit Ihrem Angehörigen stehen. Und das Beste daran, ganz gleich wie dieses Abenteuer ausgehen wird, am Ende werden Sie stärker sein, (selbst)bewusster und (erfahrungs)reicher in Ihrem eigenen inneren Erleben.

Einige konkrete Handlungs- und Kommunikationsbeispiele, so wie weitere praktische Informationen, habe ich für Sie in Teil II dieser Abhandlung zusammengestellt.

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bookmark_borderVom Leiden der Patienten innerhalb der klinischen Psychologie

Psychologia – „(Die) Lehre von der Seele“ & Erkrankte ohne (moralische) Lobby

Die Psychologie, die sich als empirische Humanwissenschaft vom Erleben und Verhalten definiert, wird in diverse Sparten unterteilt, innerhalb derer sie Anwendung erfährt. Viele, mitunter krude Theoriegebäude und pseudowissenschaftliche Anklänge, haben dem Ansehen dieser Wissenschaft einen gewissen Schaden zugefügt und ihr den Ruch einer Disziplin eingebracht, die per se im Trüben fischt.

Auch ist „Seele“ ( griechisch ψυχή / psychí ) ein Begriff, den man eher in religiösem und esoterischem Umfeld vermuten würde, als im Kontext einer seriösen Wissenschaft. Nichtsdestotrotz ist die Psychologie anerkannt eine solche. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ist der Begriff (Psychologie) sprachlich etabliert und beinhaltet neben der Seele (auch Geist, Lebenskraft oder Gemüt), noch die Spezifizierung „Lehre von etwas“. Also die Lehre / Wissenschaft von der Seele, dem Geist, der Lebenskraft, dem Gemüt. All dies sind innerliche Kräfte, namentlich benannt und als gesetzt angenommen, die ihr Wirken im Außen manifestieren. Psychologie bezieht sich also auf etwas, das man nicht unmittelbar beobachten, sondern lediglich sein Wirken mittelbar untersuchen kann.

Einer Seele, eines Gemüts oder der Lebenskraft als solches, ist schließlich noch niemand leibhaftig ansichtig geworden. Und damit landen wir bei einer Problemstellung, der sich viele Patienten gegenüber sehen, die innerhalb der sogenannten klinischen Psychologie (und darin eingegliedert das Feld der diversen psychotherapeutischen Behandlungsverfahren) nach Hilfe suchen. Ihr Leiden ist unsichtbar. Man sieht lediglich sein Wirken, das sich in einer Symptomatik manifestiert. Und selbst diese ist nicht fix, sondern verändert sich, verschwindet temporär, verschärft oder verlagert sich mitunter. Ratlos steht der Leidende sich selbst gegenüber und diesem seltsam anmutenden Geschehen, von dem er nicht recht weiß, was es zu bedeuten hat. Alles was er definitiv feststellen kann, ist seine eigene, eingeschränkte Funktionsweise. Da stimmt etwas nicht (mehr).

Um wie vieles einfacher ist hingegen ein gebrochenes Bein oder ein klar zu diagnostizierendes organisches Leiden. Nicht nur in der Hinsicht, eindeutig zu wissen, was nicht stimmt; was „mit einem los ist“. Sondern auch im Zusammenhang des für sich Einstehens, wenn es beispielsweise darum geht, sich innerhalb des Arbeitslebens eine Auszeit zu nehmen. Und zwar ohne schlechtes Gewissen und das ungute Gefühl, womöglich als Simulant abgestempelt zu werden. Oberschenkelfraktur oder Herzinfarkt sind anerkannte Leiden, bei denen eine (womöglich auch längere) Auszeit als völlig legitim gewertet und nicht hinterfragt wird.

Wohingegen „irgendwas Psychisches“ versehen mit einem geheimnisvollen Diagnoseschlüssel nach ICD-10 Klassifikation und deklariert als z. B. „Depressive Episode“ der Ordnung F32.2 (was eine schwere Ausprägung wäre), ein wenig greifbares Geschehen darstellt und immer einer latenten Konnotation des „der tut nur so“ unterliegt. Gerade im Rahmen von Depressionen, die längst zur Volkskrankheit avancierten, liest man immer wieder den viel zitierten Ratschlag, der Betroffene müsse sich nur strikt genug zusammenreißen und sich sinnvoll betätigen, dann ließe sich das Leiden flugs beenden, bzw. signifikant mildern.

Ein rein psychisch Erkrankter ist also nicht in einem Maße moralisch gerechtfertigt, wie es ein deutlich körperlich Erkrankter ist. Es gibt Korrelationen in bestimmten Konstellationen. So sieht sich auch ein mit körperlichen Beschwerden unbekannter Ursache geschlagener Patient in einer ähnlichen Situation. Indes eine anorektische Person, womöglich bis auf die Knochen abgemagert, sich in gleicher Weise legitimiert sehen darf, wie die exemplarisch angeführte Oberschenkelfraktur oder der Herzinfarkt. Es ist schließlich offensichtlich, dass das krank ist. Wohingegen ein Zwangserkrankter, der um 5 Uhr in der Frühe aufstehen muss, um dann, bevor er den Weg zur Arbeit antreten kann, erst noch 2 Stunden alle Elektrogeräte in ständiger Wiederholung auf ihren abgeschalteten Betriebszustand hin zu überprüfen, in seinem Leiden unsichtbar bleibt. Er leidet jedoch nicht minder unter seinem Zustand.

Zusätzlich erschwerend kommt der Umstand hinzu, dass in den meisten Fällen der Leidende sich nicht nur mühen wird, sein Leiden vor der Umwelt zu verbergen, sondern, darüber hinaus, es auch vor sich selbst versuchen wird herunter zu spielen. Dabei handelt es sich um instinktive Abwehrmechanismen, die der Intention dienen, die als lebenswichtig verinnerlichte Funktion im Alltag, möglichst lange aufrecht erhalten zu können. Hinzu kommen Schamgefühle, Versagensängste und die ganze Palette unschöner Begleiterscheinungen, die schlussendlich dazu führen, dass der Betreffende sich erst dann Hilfe holen wird, wenn er sich in einer so sehr zugespitzten Situation wiederfindet, dass es unmöglich wird, das Ganze noch „irgendwie zu verbergen und zu ignorieren“.

Das Wissen um eine mögliche Stigmatisierung, die Angst vor Ausgrenzung, damit einhergehendem eventuellem Jobverlust und schlussendlicher Verarmung, das alles erzeugt einen regelrechten Horrorfilm im Kopf des Leidenden; mit ihm als Hauptprotagonisten. Handelt es sich bei dem Leiden dann noch um etwas, das ohnehin im Ruf steht, zu manifesten Problemen im Alltag zu führen, wie z. B. bipolare oder Persönlichkeitsstörungen, bzw. gar ein dissoziatives oder psychotisches Geschehen, dann wird es für denjenigen extrem schwer, diese innere Hemmschwelle möglichst zügig zu überwinden. Die Aussicht als Irrer zu gelten, als nicht zurechnungsfähig oder gar, als sich selbst oder fremd gefährdend, in der Psychiatrie zu landen, sie führt dazu, dass viele Problemstellungen erst dann offenbar werden, wenn besagte Gefährdung auch tatsächlich vorliegt. Die Angst vor der Verbringung in die Psychiatrie wird somit zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

Das ist sicherlich nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass eine handfeste Pathologie, so sie einem bescheinigt wird und in ihrer vollen symptomatischen Ausprägung vorliegt, dazu angetan ist, das gesamte bisherige Leben des Betroffenen zu kippen; zumindest jedoch in den Grundfesten zu erschüttern. Dieser darin immanente Verlust von Sicherheit, gesellt sich noch zu den anderen Unbill hinzu und der Erkrankte sieht sich quasi einem Gebirgsmassiv aus belastenden Symptomen, Unwägbarkeiten, Unsicherheiten und düster-bedrohlichen Zukunftsvisionen gegenüber, die er in seinem ohnehin angeschlagenen Zustand unmöglich meint bewältigen zu können. Das Ganze bricht über ihn herein, gleich einer alles zerschmetternden Naturkatastrophe.

Die lapidaren Aussagen einer oft minder informierten und damit wenig verständnisvollen Umwelt, alias „der hat halt einen an der Waffel“ o. ä., sind unter diesen Umständen noch eines der geringsten Probleme, die der Betreffende in seiner neuen Albtraumwelt vorfindet. Die Aussage vieler ehemaliger Patienten, „es war wie ein Alptraum“, ist damit übereinstimmend. Ein Nachtmahr also, das höchst persönliche Armageddon. Womit deutlich werden dürfte, welch enorme Überwindung und Kraftanstrengung es eine solche Person kosten wird, sich diesem Albtraumgebirge zu stellen, um es zu erobern und letztendlich sein Leben wieder zu erlangen.

Eines sei gesagt, jeder, wirklich ausnahmslos jeder, der einen solchen Kampf um das eigene Dasein bestreitet und daraus hervorgeht, wird danach um ein Vielfaches stärker und im menschlichen Wesen weiser sein, als er es war, bevor er sich auf diesem Schlachtfeld wiederfand. Doch das ist ein schwacher Trost, innerhalb des täglichen Ringens um die eigene Lebensqualität, das sich gut und gerne über viele Jahre erstrecken kann. Hier findet sich ein Mensch inmitten seines ihm unter den Füßen wegbrechenden Fundaments, noch mit der Aufgabe betraut, sich nun innerhalb eines völlig überlasteten Systems adäquate Hilfe organisieren zu sollen. Nicht nur, dass zu eruieren wäre, wer einem in solcher Lage überhaupt fundiert weiterhelfen könnte, die entsprechenden Fachpraxen sind in aller Regel auch noch hoffnungslos überlaufen. Eine Sisyphos Aufgabe, an der man schier verzweifeln kann, wenn die eigene Symptomatik einen tagtäglich quält und man in den meisten Fällen die Mitteilung erhält, dass ein Termin erst in Wochen und der Antritt einer Therapie frühestens in 6-12 Monaten möglich wäre.

Das hier nun gezeichnete Szenario ist keine Ausnahme, sondern die Regel. Um so wichtiger ist es, dass eben diese Umstände ins Bewusstsein möglichst vieler Menschen gelangen, damit sich der oft wenig mitfühlende und ohne Fingerspitzengefühl erfolgende Umgang mit psychisch Erkrankten verändern kann. Diese haben zwar mittlerweile Ansätze einer Lobby, auf der Ebene von diversen Organisationen, die sich unter der Prämisse verschiedener Pathologien gebildet haben. So gibt es beispielsweise spezielle Zusammenschlüsse für Depressionen, Autismus oder auch Persönlichkeitsstörungen. Nichtsdestotrotz sind die Betroffenen im Alltag allein und oft Verständnislosigkeit so wie breit gefächerten Vorurteilen ausgesetzt. Das ohnehin stark beeinträchtigte Selbstwertgefühl des Erkrankten wird dadurch zusätzlich tangiert und Gefühle wie Scham, Ohnmacht und Selbsthass finden darin einen reichhaltigen Nährboden.

Ich möchte mich, als Autorin dieses Textes, an dieser Stelle klar positionieren und betonen, dass ich das für absolut unmenschlich halte! In metaphorischer Analogie dazu, einen sowieso bereits am Boden liegenden Menschen noch weiter zu schlagen, zu treten und zu drangsalieren. Das ist in meinen Augen beschämend für eine Gesellschaft, die den Begriff „Schwarzfahren“ zwar meint ächten zu müssen, weil er rassistisch wäre, jedoch weiterhin stoische Ignoranz walten lässt, wenn innerhalb unseres Sozialgefüges Menschen zerrieben, stigmatisiert und alleingelassen werden. Menschen, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen, außer dem Umstand, dass sie ihrem eigenen Leidensdruck nicht mehr standhalten konnten. Erkrankte Menschen, die Hilfe und Beistand brauchen, anstatt noch zusätzliche Steine, die ihnen bei Weitem zu oft in den Weg gelegt werden.

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